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Chemisches Peeling: AHA, BHA für schöne Haut

Chemisches Peeling: AHA, BHA für schöne Haut
Foto: ISTOCKPHOTO

 

Was ist ein chemisches Peeling?

Das chemische Peeling gehört zu den ältesten bekannten Kosmetikbehandlungen, es wurde bereits vor über 3500 Jahren im alten Ägypten zur Hautverschönerung eingesetzt. Das Prinzip ist ganz einfach: Die Haut wird mit einer speziellen Säure wie Frucht- oder Salicylsäure behandelt, was ein oberflächliches Abschälen der Haut bewirkt, wodurch abgestorbene Hautzellen beseitigt und Poren gereinigt werden. Je nach Stärke des Peelings dringt es aber auch in tiefere Hautschichten ein, wodurch sogar Akne, Pigmentflecken und kleinere Fältchen behandelt werden.

Es handelt sich beim chemischen Peeling also um eine nicht-invasive Methode, mit der die Haut langanhaltend verjüngt wird, da die körpereigene Kollagenproduktion angekurbelt und somit die Hautelastizität verbessert wird. Als äußerliche Anwendung sorgt sie somit für ein glattes und ästhetisches Hautbild.

 

Welche Säuren kommen zum Einsatz?

Zum Einsatz kommen unterschiedliche Säuren, die in vier Kategorien unterteilt werden:

AHA: Alpha-Hydroxysäuren, auch Fruchtsäuren genannt (Apfelsäure, Milchsäure, Glykolsäure)

BHA: Beta-Hydroxysäuren (Salicylsäure)

PHA: Polyhydroxysäuren (Gluconoic, Gluconolacton und Lactobionsäure)

TCA: Trichloressigsäure

 

Ein chemisches Peeling mit TCA wird ausschließlich von professionellen Kosmetikstudios angeboten, wohingegen AHA, BHA und PHA auch als Anwendungen für zu Hause erhältlich sind.

 

Für wen ist ein Peeling geeignet?

Eine Behandlung mit einem chemischen Peeling ist besonders geeignet für Menschen, die zu fettiger Haut mit starker Talgproduktion neigen. Die Poren werden dadurch gereinigt und verkleinert. Vor allem für Patienten und Patientinnen mit unreiner Haut lassen sich Mitesser bekämpfen und Unreinheiten und Entzündungen vorbeugen.

Menschen mit sehr trockener Haut profitieren von der regenerierenden Wirkung des Peelings: Durch die Stimulation der tieferen Hautschichten wird das Bindegewebe angeregt, wodurch auch die Wasserbindungsfähigkeit der Haut wieder zunimmt.

Für empfindliche Haut sind die säurehaltigen Anwendungen hingegen nicht ratsam. Wer besonders sensibel auf aggressive Inhaltsstoffe und Sonnenstrahlen reagiert, sollte sich unbedingt von einem Experten beraten lassen, ob ein chemisches Peeling sinnvoll ist.

 

AHA: Alpha-Hydroxysäure

AHA-Peelings gelten als vergleichsweise sanft, wobei es natürlich immer auf die Konzentration des Peelings ankommt. Grundsätzlich sollte man immer mit einer sehr geringen Konzentration beginnen und die Haut erst nach und nach an stärkere Peelings gewöhnen. Auch die Einwirkzeit hat einen Einfluss darauf, wie tief das Peeling in die mittleren Hautschichten eindringt.

 

 

Vorteile eines AHA-Peelings:

  • Verbesserung des Hautbilds
  • Reduzierung von Unebenheiten
  • Feuchtigkeitsgehalt der Haut wird unterstützt
  • körpereigene Kollagenproduktion wird stimuliert, bessere Hautelastizität
  • Pigmentflecken, Poren und Aknenarben werden vermindert

 

BHA: Beta-Hydroxysäure

Salicylsäure dringt tiefer in die Haut ein als AHA-Peelings. Es fördert das Ablösen der äußeren Hautschichten und ist zudem besonders gut geeignet, um Hornzellen aufzulösen. Dadurch eignen sich BHA-Peelings besonders gut, um Akne, Verhornungen und Hautunebenheiten zu behandeln.

 

 

Da Salicylsäure eng verwandt ist mit dem Wirkstoff, der auch in Aspirin eingesetzt wird, hat das BHA-Peeling zudem entzündungshemmende und schmerzlindernde Eigenschaften. BHA-Peelings können deswegen nach professioneller Beratung auch bei empfindlicher Haut angewendet werden

 

Vorteile des BHA-Peelings:

  • Ablösung der obersten Hautzellen
  • Regeneration und Verjüngung der darunter liegenden Haut
  • Reinigt die Haut und beugt Unreinheiten vor
  • Entzündungshemmende Eigenschaften, besonders bei Akne geeignet
  • Reduktion feiner Hautfältchen

 

PHA: Polyhydroxysäure

PHA-Peelings zählen zu den Allroundern unter den chemischen Peelings. Sie pflegen die Haut und binden Fett, wodurch sie sehr gut zur Reinigung der Haut geeignet sind. Dabei reizt PHA-Säure die Haut weniger als beispielsweise AHA-Säure. Das PHA-Peeling hat ebenfalls antibakterielle und entzündungshemmende Eigenschaften.

 

 

 

Vorteile von PHA-Peelings:

  • Beseitigt Unreinheiten und beugt Mitessern vor
  • Hochwirksam gegen Pigmentflecken und Schutz vor Sonnenschäden
  • Reduziert Aknenarben und feine Fältchen
  • Die Kollagenproduktion wird angeregt
  • sorgt für ein ebenmäßiges Hautbild

 

Chemisches Peeling: Zu Hause oder im Kosmetikstudio?

Der größte Unterschied chemischer Peelings für die Heimanwendung besteht in der zulässigen Konzentration der Säure. Frei verkäufliche Kosmetikprodukte dürfen maximal eine Konzentration von 30 % haben. Im Kosmetikstudio sind auch stärkere Konzentrationen möglich. Zudem gibt es hier auch Behandlungen mit einem TCA-Peeling: Dabei handelt es sich um tiefenwirksame Trichloressigsäure, die besonders tief in die Hautschichten eindringt. Besonders bei tief sitzenden Aknenarben und Pigmentstörungen ist TCA sehr effektiv.

Im Kosmetikstudio besteht natürlich der Vorteil auch darin, dass eine Expertin oder ein Experte die Haut vorab analysiert und Ihnen ein für Sie geeignetes chemisches Peeling empfehlen kann. Bei der Anwendung zu Hause muss man gegebenenfalls erst einmal etwas ausprobieren, bis man das richtige Produkt gefunden hat.

 

Wie wendet man ein chemisches Peeling an?

Grundsätzlich sollte man zu Hause immer mit einem milden Peeling anfangen (Konzentration von 5 %) und sich erst langsam an höhere Konzentrationen herantasten. Setzen Sie sich zudem mit den unterschiedlichen Säuren auseinander und wählen Sie ein Produkt, das zu Ihrem Hauttyp passt. Anschließend testet man das Peeling zunächst auf einer kleinen unauffälligen Hautstelle. Ein Kribbeln während der Anwendung ist vollkommen normal, allerdings sollte bei einem brennenden Gefühl und Hautirritationen die Behandlung sofort abgebrochen werden.

 

Chemisches Peeling - Schritt für Schritt:

  1. Chemische Peelings am besten abends anwenden. Vor der Anwendung reinigen Sie die Haut gründlich
  2. Entsprechend der Anweisung anschließend das Peeling auftragen (ohne Augen- und Mundpartie)
  3. Je nach Angabe der Einwirkzeit das Peeling auf der Haut lassen. Am besten einen Timer stellen, da eine zu lange Anwendung die Haut schädigen könnte.
  4. Nun das Peeling gründlich mit Wasser abwaschen
  5. Die Haut mit einem leichten feuchtigkeitsspendenden Serum pflegen
  6. Am nächsten Morgen einen hochwertigen UV-Schutz auftragen, da die Haut durch die Säure einen geschwächten Eigenschutz hat.
  7. Chemische Peelings maximal einmal wöchentlich anwenden