Wann ist der beste Zeitpunkt für Hautpflege? Die innere Uhr verrät es

Wann ist der beste Zeitpunkt für Hautpflege? Die innere Uhr verrät es
 Foto: Pixel-Shot

 

Beauty nach Biorhythmus

Unsere innere Uhr ist eine äußerst faszinierende und präzise Funktion in unserem Körper. Denn sie steuert unsere gesamten Stoffwechselprozesse. Sie folgt unserem biologischen Rhythmus und passt innere Abläufe an die Tages- und Nachtzeiten an. Dazu zählen unter anderem die Zellregeneration, die Atmung, der Blutdruck, die Hormonausschüttung oder auch die Verdauung, und somit natürlich auch Vorgänge in und auf unserer Haut.

Tatsächlich haben Wissenschaftler herausgefunden, dass unsere Hautzellen ebenfalls von diesem Biorhythmus beeinflusst sind. Deswegen hat unsere Haut zu unterschiedlichen Tageszeiten ganz unterschiedliche Ansprüche. Je nach Tages- oder Nachtzeit wirken bestimmte Wirkstoffe besser oder schlechter. Die Uhrzeit bestimmt also unsere Hautpflege. Wer das beachtet, kann nicht nur die Haut optimal schützen, sondern aus Pflege- und Anti-Aging-Produkten das Maximum herausholen.

 

1.     Schönheit beginnt am Abend

Es mag für viele überraschend klingen, aber am Abend benötigt unsere Haut die meiste Pflege. Denn über den Tag sammeln sich Staub, Schmutz, Talg und Schweiß auf der Hautoberfläche und verstopfen unsere Poren. Dadurch kann unsere Haut nicht mehr richtig atmen und es kommt zu Hautunreinheiten. Die Haut ist abends somit besonders sensibel und kann ihre Abwehrfunktion nicht mehr richtig ausüben.

Die richtige Pflege für den frühen Abend beinhaltet deswegen eine sanfte Reinigung, um Make-up und Schmutz abzuwaschen. Von groben Peelings ist abzuraten, da diese die Haut stark reizen. Besser ist eine milde Reinigungsmilch oder nur ein sanftes Peeling.

Da die Haut und die Poren nun sauber sind, können sie auch pflegende Wirkstoffe wieder besser aufnehmen, was insbesondere für Anti-Aging-Produkte sehr wichtig ist. Ein Serum ist jetzt besonders wirksam, denn es versorgt die Haut mit viel Feuchtigkeit und unterstützt die natürliche Hautregeneration. Dadurch können die vom Tag geschädigten Zellen wieder repariert werden, die durch Umwelteinflüsse, Stress und UV-Strahlen belastet wurden.

Da unsere Haut zum Ende des Tages hin trockener wird, bildet eine feuchtigkeitsspendende Pflege den Abschluss. Die Haut ist abends weniger durchlässig und freut sich deswegen über eine reichhaltige Nachtcreme. Wertvolle Öle aus Argan, Mandel oder auch Kokos beruhigen die Haut und lassen sie am nächsten Tag wieder frisch aussehen. Hochwertige Cremes sorgen mit weiteren Inhaltsstoffen für einen Feuchtigkeitsboost, regen die Kollagenbildung an und versorgen unsere Haut mit verjüngenden Nährstoffen.

 

 

2.     Regeneration über Nacht

Der Schönheitsschlaf hat nicht ohne Grund seinen Namen. Denn ein langer erholsamer Schlaf ist das Beste, was man seiner Haut geben kann. Vor dem Schlafen gehen sollten insbesondere trockene Hände noch einmal gut eingecremt werden, um auch ihnen die regenerative Unterstützung zu geben, die sie benötigen.

Für einen erholsamen Schlaf ist es wichtig, den Körper langsam zur Ruhe kommen zu lassen. Leuchtende Bildschirm verhindern, dass unser Schlafhormon Melatonin ausgeschüttet wird. Vor dem Zu-Bett-gehen also besser das Licht allmählich dämmen, Fernseher, Smartphones und Tablets ausschalten und lieber ein Buch lesen, meditieren oder einen ruhigen Podcast anhören.

 

3.     Die Morgenroutine

Nach dem Aufstehen richtet sich unsere Hautpflege vor allem danach, die Haut für den Tag zu wappnen und zu schützen. In den ersten Morgenstunden wacht unser Körper allmählich auf und schüttet das Hormon Cortisol aus. Unser Körper stellt sich damit schon auf die Herausforderungen des Tages ein, denn Cortisol wirkt entzündungshemmend.

Um unsere Haut in den Morgenstunden optimal zu unterstützen eignen sich Cremes und Seren mit Vitamin C und E. Auch Hyaluronsäure ist sinnvoll, da diese viel Feuchtigkeit bindet und unsere Haut somit über den Tag vor dem Austrocknen schützt. Zudem ist nun für eine straffende Körperlotion die beste Zeit, damit sie ihre volle Wirkung entfaltet.

Morgens ist unsere Haut relativ unempfindlich und deswegen in der besten Verfassung für ein reinigendes Peeling. Reichhaltige Cremes sind am Morgen nicht nötig, da die Haut von alleine die Talgproduktion hochfährt und somit sich selbst fettet. Wichtiger ist, sich vor Umwelteinflüssen zu schützen: Ein UV-Schutz sowie Cremes mit Antioxidantien sind jetzt die richtige Wahl.

 

4.     Mittags den Glanz überpudern

Die Talgproduktion erreicht zur Mitte des Tages ihren Höhepunkt, um uns vor den schädlichen UV-Strahlen zu schützen. Die T-Zone glänzt nun besonders stark. Zusätzlich steigt unsere Körpertemperatur, was zu einer leichten Rötung der Haut führt. Um die Mittagszeit ist also Nachpudern angesagt. Am besten mit einem transparenten Puder die Nase und Stirn etwas mattieren.

 

5.     Nachmittags ist die Haut angespannt

Die Haut ist allmählich erschöpft von den Strapazen des Tages. Ihre natürliche Schutzfunktion lässt nach. Zudem nimmt die Körpertemperatur wieder ab und der Blutdruck wird niedriger. Dadurch wird auch unsere Haut weniger durchblutet und sie verliert an Feuchtigkeit. Nachmittags sehen wir deswegen oftmals müde und fahl aus. Besonders in den Wintermonaten, wenn trockene Heizungsluft die Haut zusätzlich reizt.

Besonders wer unter sehr trockener Haut leidet sollte nun ein wenig Moisturizer auftragen. Auch ein wenig frisches Make-up kann nicht schaden, wenn der Feierabend noch in weiter Ferne liegt.

Am frühen Abend hängt die Hautpflege von der weiteren Abendplanung ab. Wer noch ausgeht kann natürlich das Make-up auffrischen und sich aufhübschen. Wem der Sinn mehr nach einem gemütlichen Abend steht, gönnt seiner Haut nun am besten etwas zusätzliche Pflege. Eine Maske mit Hyaluronsäure und Glycerin spendet viel Feuchtigkeit und lässt sich auch vor dem Fernseher wunderbar anwenden. Bis zur Abendpflege vor dem Schlafengehen kann die Haut sich somit etwas erholen.