Hautpflege: Erste Hilfe für Winterhaut

Sobald es draußen wieder kälter wird, klopft meistens auch unsere Haut bei uns an und verlangt Aufmerksamkeit. Denn die veränderten Wetterbedingungen erfordern nicht nur eine Umstellung in Sachen Garderobe, sondern verlangen auch, dass wir unsere Hautpflege winterfit machen. Hier im Blogpost geben wir Tipps, wie man kältegeplagte Haut gepflegt durch Herbst und Winter bringt.

 

Phänomen Winterhaut: Trockene Gesichter in der Kälte

Sobald die Außentemperaturen sinken, nimmt auch die Luftfeuchtigkeit ab. Da die Haut in der Regel mehr Feuchtigkeit enthält, macht sich die um Ausgleich bemühte Außenluft daran, unserer Haut die Feuchtigkeit zu entziehen. Gegen diesen natürlichen Vorgang können wir nichts unternehmen, transepidermaler Wasserverlust, also der Verlust von Feuchtigkeit durch die Haut, kann nicht vollständig eliminiert werden, aber wir können uns mit der richtigen Pflege dagegen schützen. Und das sollten wir auch, denn feuchtigkeitsarme Haut fühlt sich auf Dauer nicht nur unangenehm an, sondern öffnet sich auch allen denkbaren Angreifern von außen. Sie kann sich allein nicht mehr gegen Umwelteinflüsse schützen. Trockene Stellen, Zeichen von Hautalterung und Reizungen/Rötungen lassen dann nicht lange auf sich warten.

Um gegen den Feuchtigkeitsverlust in der Haut anzukämpfen, können wir durch Maßnahmen in der Hautpflege vorbeugen und durch zusätzliche Nährstoffe in der Pflege etwas entgegensetzen. Auf geht’s: Machen wir unsere Haut winterfest!

Säureschutzmantel – auch die Haut zieht sich im Winter was drüber

Um sich vor Eindringlingen zu schützen, umhüllt sich unsere Haut normalerweise mit einem natürlichen Säureschutzmantel, der nach außen hin schützt, indem er verhindert, dass Keime, Bakterien und Schmutz in die Haut eindringen und gleichzeitig nach innen hin schützt, indem er Feuchtigkeit und Nährstoffe drinnen hält. Dieser effektive Selbstschutz wird durch niedrige Temperaturen und falsche Pflege schnell aus dem Gleichgewicht gebracht. Besonders wer empfindliche oder trockene Haut hat, muss hier in der Pflege nachhelfen.

Schütze den Schutzmantel: milde Reinigung und reizarme Pflege

 

Der Name sagt es bereits: Der Säureschutzmantel hat einen sauren pH-Wert. Er bewegt sich ungefähr zwischen 4 und 5,5. Seifen und viele Reinigungsprodukte für die Haut, besonders solche, die schäumen, enthalten Tenside und sind stark basisch, haben also einen hohen pH-Wert. Diese Reinigungsprodukte können den Schutzmantel der Haut zerstören. Da sie Fette von der Haut entfernen sollen, aber nicht zwischen dem gesunden Schutzmantel und dem Schmutz unterscheiden können, der sich tagsüber auf der Haut angesammelt hat, waschen sie einfach alle Fette von der Haut runter. Das Ergebnis: Die Haut ist angreifbar und empfindlich, weil sie nun sozusagen nackt ist, ihren natürlichen Schutz nicht mehr ausüben kann. Feuchtigkeit kann entweichen, Keime können eindringen – alles ungehindert, solang, bis die Haut ihren Schutzmantel mühsam wieder aufgebaut hat. Um den Schutzmantel zu schützen, empfiehlt sich besonders eine milde Reinigung ohne Tenside, die Schmutz gründlich entfernt, aber den pH-Wert der Haut nicht beeinträchtigt. Auch zu starke Peelings und generell „Rubbeleien“, sollten der Haut nicht zugemutet werden, da sie auf derartige Reizungen besonders im Winter empfindlich reagieren kann. Zum Reinigen ist besonders im Winter eine milde Reinigungsmilch, z. B. von Susanne Kaufmann oder ein Mizellenwasser, z. B. von Apot Care, geeignet.

Ausgleich durch Extrapflege – Nährstoffe für durstige, frierende Haut

Um die Haut für den Winter zu wappnen, reicht nicht nur der Schutz der Hautbarriere. Damit sie ohne Unterernährung und Vitaminmangel durch den Winter kommt, braucht die Haut in der kalten Jahreszeit eine Extraportion Pflege. So wie wir beim Essen auf frische Vitamine setzen, um unsere Abwehrkräfte zu unterstützen, braucht auch die Haut einen guten Vitamincocktail, um gesund und fit zu bleiben. Der dritte Lösungsschnipsel für unser Gewinnspiel ist "mit MeinDuft"!

Besonders in der Nachtpflege haben wir die Gelegenheit, die Hautzellen mit Nährstoffen aufzupäppeln. Nach der gründlichen Reinigung und vor einer reichhaltigen Nachtcreme, die rückfettet und die Nährstoffe der Pflege einschließt, können wir mit Seren und Ampullen gezielt auf die individuellen Probleme unserer Haut einwirken.

S.O.S. Ampullenkur – Erste Hilfe für starke Zellen

Ist die Haut schon geschädigt und leidet stark unter Wetter und Kälte, muss eine erste Hilfe her, die wie ein pflegendes Pflaster die gestresste Haut vor weiteren Schäden schützt und regeneriert. Hier bietet sich eine Ampullenkur als pflegende Not-OP für die Haut an. Um die Haut auf Vordermann zu bringen, gibt es z. B. von Jean d’Arcel die Herbst Winter Intensivkur, die sieben Tage lang intensive Pflege für schöne Haut an kalten Tagen bereithält. Die verschiedenen Ampullen der Winter Intensivkur sind dabei aufeinander abgestimmt, sodass die verschiedenen Wirkstoffe eine Woche lang der Winterhaut neue Vitalität einhauchen.

 

Serum – die tägliche Tasse Grüntee fürs Gesicht

Als kleines Extrapolster für die tägliche Gesichtspflege in Herbst und Winter ist ein reichhaltiges Serum ein willkommener Gast im Gesicht. Mit geballter Wirkstoffpower versorgt ein hochwertiges Serum die Haut mit Vitaminen, Antioxidantien und Feuchtigkeitspolstern, die der Haut Kraft geben und gleichzeitig für mehr Strahlkraft sorgen. Geradezu eine Pflegefabrik ist das neue Infinity Eye Serum von Vestige Verdant. Diese luxuriöse Pflege hat es in sich: Pflegende Pflanzenöle wie Aprikosenkern-, Argan-, Flachs- und Traubenkernöl spenden Feuchtigkeit und entspannten besonders trockene Haut. Außerdem schützen sie mit antioxidativen Eigenschaften gegen freie Radikale, die besonders im Winter oft leichtes Spiel haben, gestresste Haut zu schädigen. Grüntee-Extrakt ist ein besonders starkes Antioxidans, Hyaluronsäure und Aloe Vera sind typische Feuchtigkeitsspender, die Feuchtigkeit in die Hautzellen transportieren. Ab und zu eine große Tasse Grüntee zu trinken, kann der Haut (und dem Wohlbefinden) sicherlich auch nicht schaden!

Ein gutes Serum gehört besonders im Winter in jede Hautpflege Routine. Da es, was Seren angeht, so eine große Auswahl gibt, kann individuell bestimmt werden, welches Hautbedürfnis gezielt mit einem Serum behandelt wird. Dabei gibt es feuchtigkeitsspendende Seren für trockene und dehydrierte Haut, Seren für Couperose oder Neurodermitis, Anti Aging Seren, die die Produktion von Kollagen und Elastin ankurbeln und Seren, die voller Antioxidantien sind und freien Radikale das Handwerk legen, z. B. das hochkonzentrierte Antioxidant Concentrate von Panpuri. Oftmals verbindet ein Serum auch mehrere dieser Eigenschaften, z. B. das Intensiv Wirkstoffserum von Susanne Kaufmann, das wertvolle Anti Aging Wirkstoffe enthält, sich aber auch um intensive Feuchtigkeitsversorgung kümmert.

Gesichtsmasken – Pflege-Riesen mit Wellness-Faktor

 

 

Ergänzend zur täglichen Pflege können Gesichtsmasken im Winter unverzichtbare Helfer in der Hautpflege sein. Sie können je nach Wirkstoff-Zusammensetzung gestresste Haut beruhigen, Reizungen lindern und trockene Haut wieder intensiv befeuchten. Ein- bis zweimal pro Woche kann eine Gesichtsmaske der Winterhaut unter die Arme greifen. Der Vorteil einer Gesichtsmaske liegt darin, dass die Nährstoffe viel Zeit haben, in die Haut zu gelangen. Die Wirkstoffe einer Maske, die 20 bis 30 Minuten aufliegt oder sogar über Nacht auf der Haut bleibt, können wirklich tief eindringen und ungestört ihre pflegende und reparierende Arbeit verrichten.

Eine versiegelnde Creme zum Abschluss – Zauberwort Okklusion!

Nun, die ganze Pflege mit rückfettenden und befeuchtenden Wirkstoffen, die in den Zellen der Haut dafür sorgen, dass genug Feuchtigkeit gespeichert wird, soll uns ja möglichst lange erhalten bleiben. Damit die böse kalte Winterluft die Feuchtigkeit, die wir so mühsam in unsere Haut „hineingepflegt“ haben, nicht einfach wieder herauszieht, ist es empfehlenswert, eine okklusive Creme zum Abschluss der Pflege zu verwenden. Okklusion, das heißt einfach nur „Verschließen“, das heißt wir versiegeln die Haut mit einer pflegenden Schicht, einem wasserabweisenden Film, durch den die kalte Luft die darunter eingeschlossene Feuchtigkeit nicht herausziehen kann. Solche verschließenden bzw. versiegelnden Inhaltsstoffe sind z. B. Fettalkohole (auf der Creme als Stearyl Alcohol oder Cetyl Alcohol vermerkt), Bienenwachs oder auch pflanzliche Öle wie Shea Butter, Jojoba Öl oder Mandelöl. Auch synthetische Wachse wie Lanolin oder Squalene zählen zu den okklusiven Inhaltsstoffen. Sie dringen zwar nicht in die Haut ein und wirken dort, aber sie spenden Feuchtigkeit, indem sie auf der Haut einen Film bilden, der den Feuchtigkeitsverlust über die Poren verhindert. Deswegen ist es ratsam, nach diesen Inhaltsstoffen auf der Tagescreme Ausschau zu halten.

Gepflegt durch den Winter mit Duftgeschichten

Hoffentlich kommt die Haut mit der richtigen Pflege unbeschadet durch die kalten Monate des Jahres. In unserem Blog und auch auf der dazugehörigen Facebook-Seite posten wir regelmäßig Updates zu neuen Pflegeprodukten. Reinschnuppern und liken lohnt sich also immer.

Gepflegte Wintergrüße aus Mainz,

Karolin