Etwas verwegen, sexy und trotzdem bürotauglich – all das ist der 3-Tage-Bart, wenn er richtig gepflegt ist. Kümmert man sich nicht um den Klassiker der männlichen Gesichtsbehaarung, denkt man schnell Vernachlässigung als Verwegenheit bei seinem Anblick. Damit es soweit nicht kommt, verraten wir, wie man den 3-Tage-Bart in Schach hält. Alle Do's, Don'ts, Tipps und Tricks jetzt im Blogbeitrag zur Bartpflege lesen.

 

Okay okay okay, es ist vielleicht zu früh für einen Abgesang auf den Dreitagebart, aber ganz starke Konkurrenz bekommt er diesen Sommer auf jeden Fall. Und das von einem Mitstreiter, der eigentlich schon immer da war: der Dreitagebart macht ein Comeback. Mit nur wenigen Millimetern Gesichtshaar hilft der lässige All-time-favorite des Bartstylings wieder unzähligen Männern dabei, die Kurve von soft zu sexy zu nehmen. 

Dreitagebart - das macht ihn aus

Wenn wir über einen Dreitagebart sprechen, dann haben wir schon ein bestimmtes Bild vor Augen: Die Gesichtshaut blitzt noch durch, das Barthaar hat noch keine Wuchsrichtung eingeschlagen, sondern steht starr vom Gesicht ab (zum Leidwesen der Partnerin, die ärgert sich über "beard burn" nach dem Küssen). Irgendwo zwischen einem halben und stolzen 4 Millimetern ist der Dreitagebart in der Regel angesiedelt, was die Haarlänge angeht. Die Zeit, die Mann braucht, um den perfekten Dreitagebart wachsen zu lassen, ist entgegen des Namens allerdings unterschiedlich – die Länge, die IHM am besten steht, ist ohnehin von Mann zu Mann unterschiedlich. Deswegen heißt es ganz am Anfang erstmal: Sprießen lassen.

Let it grow: die Voraussetzungen

Doch nicht jeder Mann ist dafür prädestiniert, sich einen Dreitagebart stehen zu lassen. Einige Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit der Bartklassiker in vollster Schönheit erstrahlen kann. Ein gleichmäßiger und dichter Bartwuchs ist die beste Ausgangsbedingung für einen Dreitagebart. Wer kleinere Lücken im Bartwuchs vorzuweisen hat, muss auf den Dreitagebart nicht verzichten, sollte ihn aber nicht kürzer als 2 mm tragen – so kaschiert man die Lücken. Auch die Farbe der Barthaare spielt beim Dreitagebart keine Rolle – er sieht in jeder Farbe gut aus. Bei sehr dunklen Haarfarben stellt sich oft schon bei einer sehr kurzen Haarlänge von 0,5 mm der Look eines soliden Dreitagesbarts ein, während hellhaarige Typen es oft etwas länger sprießen lassen müssen, bis der Bart "fertig" gewachsen ist. Wer große oder viele Lücken im Bartwuchs hat, sollte besser eine andere Bartform ausprobieren – wie wäre es zum Beispiel mit einem Moustache?

Der Trimmer – das essentielle Werkzeug des Dreitagebart-Trägers

Pro Tag schafft es ein Barthaar, ungefähr 0,3 mm zu wachsen. Mit dieser Wuchsgeschwindigkeit brauchen viele Männer nicht lange, bis sie den charakteristischen 3-Tage-Bart-Look erreicht haben. Doch der Bart besteht im Durchschnitt aus 7.000 bis 15.000 einzelnen Barthaaren – und nicht jedes von ihnen hält sich an den gleichen Wuchsrhythmus. Deswegen unser Tipp für einen gepflegten Look: Damit der Bart von Tag 1 an top gepflegt aussieht, rückt man ihn schon nach einem Tag mit dem Trimmer, auf der niedrigsten Stufe eingestellt, zu Leibe. So sieht der Dreitagebart von Anfang an dicht und gleichmäßig. Wer erstmal den Bartwuchs beobachten will, lässt das Gesichtshaar vier oder fünf Tage lang wachsen. Dann wird es allerdings höchste Zeit für den Trimmer, der alle Barthaare auf eine Länge zwischen 0,5 und 4 mm stutzt. Sonst sieht der coole Dreitagebart schnell wie ein ungepflegter "schon wieder keine Lust aufs Rasieren gehabt"-Bart aus. Die Länge des Dreitagebarts ist letztlich eine Geschmacksfrage. Experimentieren ist selbstverständlich erlaubt.

Tipp: Vor dem Trimmen sollte das Barthaar trocken und ölfrei sein. Am besten beginnt man an der Kieferlinie und arbeitet sich dann in Richtung des Wuchses voran.

Konturen rasieren – eine Königsdisziplin für Dreitagebart-Träger

Wachsen lassen und hin und wieder mal trimmen ist allerdings nicht genug für einen gepflegten sexy Dreitagebart-Look. Ein absolutes No-Go sind nämlich ausgefranste Konturen, die nicht ordentlich ausrasiert sind. An Hals und Wange müssen deswegen regelmäßig die Konturen des Dreitagebartes korrigiert werden, damit das Gesichtshaar nicht von verwegen auf verwahrlost umschlägt. Am präzisesten lassen sich die Konturen des Dreitagebartes mit einem Rasiermesser nachziehen. Doch hier ist Vorsicht geboten, denn die Klinge ist ultrascharf und für Ungeübte kann es dabei schnell Verletzungen geben. Am besten lässt Mann sich vom Profi zeigen, wie man mit dem scharfen Tool richtig umgeht. Nachdem der Barbier die Konturen richtig rasiert hat, kann man diese Kante auch als Vorlage nehmen, wenn man anschließend selbst nachrasiert. Noch ein Vorteil beim Profi: Er rasiert die Konturen des Bartes auf jeden Fall passend zur Gesichtsform. Wer sich unsicher ist, wo die Konturen genau liegen sollen, ist damit erstmal auf der sicheren Seite.

Rasurtipp: Damit die Ausfransungen nicht aus dem Blick geraten bei der Kontur-Rasur, empfiehlt sich ein durchsichtiges Rasurprodukt, z. B. ein hochwertiges Bartöl.

Pflege deinen 3-Tage-Bart

Auch wenn man es nicht mit einem Vollbart zu tun hat, verlangt ein Dreitagebart etwas Pflege, damit er – genau – gepflegt aussieht. Mit einem milden Shampoo oder Bartshampoo wird er wie auch seine längeren Stilgeschwister gewaschen. Ein Duschbad oder gewöhnliche Seife würden Bart und Haut zu sehr entfetten und damit nicht nur austrocknen, sondern womöglich auch noch Jucken hervorrufen. Peelings und Cremes haben auch noch niemandem geschadet, eher im Gegenteil. Coole und wirksame Pflegeprodukte für Bart und Männerhaut gibt es inzwischen in großer Zahl. 


Meine Empflehlungen für ein gepflegtes Aussehen:


 

So beugt man Jucken und Kratzen vor

Hier sollte man wissen: Nicht der Bart selbst ist es, der juckt. Vielmehr meldet sich die Haut, die irritiert ist und versucht, mit dem Bartwuchs klarzukommen. Am besten ignoriert man das Jucken (so schwer es auch ist) und pflegt die gestresste Haut hingebungsvoll. Dazu gehört zunächst ein regelmäßiges Peeling, um abgestorbene Hautschüppchen zu beseitigen und die Regeneration der Haut anzuregen. So wird der Bart auch nicht mehr am Wachsen gehindert und eingewachsene Haare werden auch zur Seltenheit. Feuchtigkeit und Nährstoffe bekommt die Haut aus einer milden Gesichtscreme oder einem leichten Feuchtigkeitsgel – solche Fluids hinterlassen auch keinen Film auf der Haut. Nach und nach gewöhnt die Haut sich an den Bartwuchs. Geduld ist hier mal wieder eine echte Tugend. Denn wer dem Impuls nachgibt und kratzt oder sogar an den Haaren zieht, der irritiert und reizt die Haut nur noch weiter und schädigt womöglich das Haarwachstum nachhaltig. Also: ruhig Blut!

Ein letzter Tipp: Bartöl als Helfer in der Not

Wer kennt es nicht: Die Freundin, die über den stoppeligen Bart klagt. Aber ein Dreitagebart muss nun mal stoppelig sein – immerhin wird er alle paar Tage nachgeschnitten und dadurch permanent stoppelig gehalten. Ein Bartöl weicht die harten und stacheligen Bartenden etwas auf und sorgt nebenbei auch noch für einen ausgeglicheneren Teint. Ein paar Tropfen täglich mit den Fingerspitzen in den Bart einmassiert wirken Wunder, garantiert! Probiert es aus!

Liebe Grüße aus Mainz,
eure Karolin