Hilfe, Haarausfall! Das hilft wirklich gegen dünne und feine Haare

Hilfe, Haarausfall! Das hilft wirklich gegen dünne und feine Haare
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Wie viele Haare am Tag zu verlieren noch als normal gilt

Besonders Menschen mit feinem oder dünnem Haar merken den Unterschied direkt. Wer hingegen eher eine dickere und vollere Mähne hat, bemerkt womöglich überhaupt keine Änderung.

In der Regel gilt: Ein gesunder Mensch verliert 100 Haare am Tag. Aber wer zählt jedes einzelne Haar schon nach?

Menschen, die an einem Haarausfall leiden – ob akut oder chronisch – haben das auch im Gefühl. Denn wer sich in die Haare greift und nicht nur einzelne Haare, sondern komplette Strähnen in den Händen hält, der hat ein Problem.

 

Effektive Maßnahmen gegen die geschwächten Haarwurzeln

Vor allem eine optimale Pflege hilft gegen den akuten Haarausfall. Denn gesunde Haarwurzeln sind die optimale Bedingung für ein kräftiges Haar. Sie sind aktiv und wechseln aktive und ruhige Phasen ab. In den Ruhebereichen fällt das Haar dann ganz normal aus, wächst aber wieder direkt aus den Keimzellen heraus nach. Haarausfall liegt eben daran, dass diese Zellen geschwächt oder beschädigt sind. Das kann an einem zu häufigen Färben oder anderen Strapazen liegen. Aber auch genetische Veranlagung, Nährstoffmängel, eine Krankheit, Medikamente oder Stress begünstigen diesen Ausfall.

Während einer Chemotherapie ist es beispielsweise vollkommen normal, dass die Haare ausfallen. Auch durch die Einnahme einer Pille kann es passieren, dass sich der Hormonhaushalt verändert und die Haare ausfallen.

Und genau da setzt die optimale Pflege an. Das können Peelings, Kopfhautmasken oder ein Conditioner sein. Die Produkte versorgen das Haar von innen heraus und reparieren die Keimzellen.

Manchmal fehlen die richtigen Nährstoffe

Eine Haarwurzel benötigt Verschiedenes, um stark und gesund zu sein. Dazu gehören Nährstoffe wie Aminosäuren, Vitamine, Frucht- und Pflanzenextrakte.

Übrigens wird ein Haarausfall als Effluvium bezeichnet. Dieser kann bis zur Haarlosigkeit (Alopezie) führen. Er kann aber auch einfach nur über eine gewisse Zeit andauern und danach von selbst verschwinden. Ein solcher Ausfall kann auch von einer Verbrennung kommen.

Außerdem gibt es noch verschiedene Typen von Ausfällen. Dazu zählt der anlagebedingte, der kreisrunde und der diffuse Ausfall. Es gibt aber auch spezielle andere Formen.

Beim kreisrunden Ausfall – wie der Name bereits sagt – fallen die Haare in runden Kreisen an bestimmten Stellen aus. Diese kahlen Stellen entstehen meist ganz plötzlich und können sogar an den Augenbrauen, Wimpern und dem Bart entstehen. Das betrifft insbesondere Zwanzig- bis Dreißigjährige und Kinder.

Der diffuse Haarausfall betrifft jeden, unabhängig vom Alter. Dabei bilden sich lichtere Haare ohne kahle Stellen. Vermehrt ist das an den Schläfen erkennbar. Dieser Typ des Haarausfalls kann bereits angeboren sein.

 

Die richtige Haarpflege für ein gesundes Wachstum

Zum Thema Haarausfall ist es ebenso wichtig zu wissen, wie ein gesundes Haarwachstum verläuft. Dieser verläuft zyklisch, denn jedes Haarfollikel verfügt über einen gesamten Lebensraum. Die Wurzel bestimmt dabei über den Entwicklungsverlauf.

Übrigens: Neben den bereits benannten Ursachen kann auch ein zu heißes Föhnen, straffe Frisuren oder ein intensives Bürsten zu Haarschäden führen.

Daher sollte man darauf achten, seinem Haar regelmäßig etwas Gutes zu tun. Denn selbst die Psyche wirkt sich auf die Optik der Mähne aus. Die Gesundheit der Haare ist mit der Gesundheit des Körpers quasi verwoben. Eine ausgewogene Ernährung kann dabei schon viel Positives ausrichten. Zusätzlich sollte auf eine hohe Proteinaufnahme geachtet werden. Des Weiteren sind auch die richtigen Fettsäuren und Mineralien das A und O zur Bildung von Keratin. Denn dies ist das Haarprotein, das dafür sorgt, dass die Haare kräftiger werden.

Auch die richtige Haarwäsche stellt eine gute Grundbedingung dar, damit weniger Haare ausfallen. Dabei sollte man auf einen zwei- bis dreitätigen Rhythmus achten. Längeres Haar benötigt kein tägliches Reinigen und vor allem feines Haar kann unter der ständigen Haarwäsche leiden.

Wer Styling-Produkte nutzt, sollte diese vor dem Waschen erst einmal auskämmen. Hinterher wird das Haar mit lauwarmem Wasser leicht angefeuchtet. Dann wählt man am besten ein mildes und pflegendes Shampoo ohne Zusatz- oder Schadstoffe. Zu schädlichen Inhalten gehören Paraffine, Parabene und Silikone. Man sollte auch darauf achten, dass genügend Vitamine im Shampoo enthalten sind.

 

Dabei gilt nicht die Devise: Viel hilft viel…

Wer nun davon ausgeht, dass viel Shampoo viel hilft, der liegt leider falsch. Beim Auftragen sollte nur eine haselnussgroße Menge verwendet werden. Das Shampoo wird leicht eingerieben und verteilt. Hinterher wird es dann gründlich ausgespült.

Tipp: Kaltes Wasser wirkt erfrischend und erhöht die Durchblutung der Kopfhaut.

Und auch eine Massage kann wahre Wunder wirken, daher sollte man sich öfter einmal eine Kopfhautmassage gönnen. Denn durch die kreisenden Bewegungen der Finger kann das Wachstum der Zellen angeregt werden.

Zu guter Letzt gilt: Lieber Haare trocknen, statt heiß föhnen. Die Hitze in Kombination mit unsanftem Ziehen und Reiben kann zu Haarbruch und ausgetrockneten Strähnen führen. Und durch die Beschädigungen fallen diese auch schneller wieder aus.